Willkommen im Blog der Tube-Maniacs

In diesem Blog wollen wir unsere Selbstbauprojekte, aber auch Informationen über Bauelemente, Röhren und hörenswerte Schallplatten vorstellen. Wir hoffen auf Feedback und eine lebhafte Diskussion.

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Montag, 22. Februar 2016

Spatium Audio Clavis Filter Module


nach 5 Jahren stetiger Weiterentwicklung und intensiven Tests im engsten Freundeskreis, biete ich die Clavis  Filtermodule für den DIY Markt an. Die Filtermodule arbeiten nach einer von mir entwickelten Technologie die in ihrer Wirkung einzigartig ist. Das Filtermodul besteht aus einem Modulträger auf dem 3 Module ( Phase, Nullleiter und Schutzerde) montiert ist. Die Module sind direktional, das heißt sie entfalten nur in einer bestimmten Richtung ihre optimale Wirkung. In den Modulen befindet sich ein Flachleiter der auf eine geringste Oberflächenrauigkeit poliert wird. Auf diesem Flachleiter werden Mineralien und Metallpartikel in einer speziellen Matrix angeordnet. Zusätzlich wird unterhalb der Module ein Chip eingeschoben, der die Funktion in den Modulen beeinflusst und steuert. Dieser Chip wird von mir auf die Bedürfnisse und das Equipment des Kunden abgestimmt.







So wird das Modul angeschlossen:

Möglichkeiten für die Verwendung des Clavis Power Module:

1.) In einem selbstgebauten Filtergehäuse zwischen Wandsteckdose und Steckerleiste für die gesamte Anlage.

2.) In die Steckerleiste integriert an die Zuleitung angeschlossen, wenn genug Einbauraum vorhanden ist, für die gesamte Anlage.

3.) In ein Filterkabel integriert für einzelne Komponenten die nicht an der Steckerleiste angeschlossen sind (z.B. Beamer)

4.) In das Gerät zwischen Kaltgerätebuchse und Netztrafo eingebaut, falls genug Einbauraum vorhanden ist.

Achtung: Dies ist nur für erfahrenen Selbstbauer und Elektroniker geeignet

Die Wirkung des Filters auf die Musikwiedergabe kann so beschrieben werden:
- extrem reduziertes Rauschen
- Steigerung der Dynamik und Schnelligkeit der Musikwiedergabe
- Steigerung der Präsenz und Livehaftigkeit der Wiedergabe
- Die Intensität und Nuancierung der Klangfarben wird gesteigert
- Die räumliche Abbildung gewinnt in allen Dimensionen

Der Filter wirkt auch an Kinoprojektoren und Blue Ray Playern und hat folgende Wirkung auf die Bildwiedergabe:

- extrem reduziertes Bildrauschen
- intensivere Farben und höherer Kontrast
- weniger Bildartefakte
- stark verbesserte Bildschärfe
- kein Flächen-rauschen mehr
- eine holografische 3- Dimensionalität des Bildes

Nicht nur ein Filter:
Die Clavis  Filter Module wirken nicht nur als Filter auf  das Musik und Bildsignal.Sie sind darüber hinaus eine Art "Burn in Generator" die den gesamten Signalweg optimieren. Diese Effekte bleiben noch über Wochen erhalten wenn der Filter aus dem Stromkreis entfernt wird.

Hier ist der erste Testbericht der Filtermodule auf der DHT-Rob Webseite

DHT Rob

Und ein Vorbericht von Jimmy Auw auf seinem indonesischen Audio Blog

Jimmys Junkyard

Für Interessenten die sich einen Selbstbau nicht zutrauen, biete ich auch fertige Lösungen .







  

Samstag, 16. Januar 2016

Charcoft Z- Metallfolien Widerstände


Auf der Suche nach bestem Klang sollte man nicht nur die Auswahl und Dimensionierung von Netzteil, Röhren, Kondensatoren und Übertrager beachten, ein vielfach unterschätztes Bauelement sind Widerstände. Der richtige Typ an der richtigen Stelle eingesetzt kann Klangverbesserungen bewirken, die die von Koppelkondensatoren übertreffen.
Ich habe im Laufe der letzen 20 Jahre so ziemlich alles ausprobiert was es am Markt gibt.
Dabei hat sich eine Eigenheit heraus kristallisiert, das es den besten Widerstand nicht gibt.
Für die Kathodenwiderstände in Vorstufen habe ich noch nichts besseres als meine selbst gewickelten Holz Wachs Widerstände gefunden. Aber ihr Einsatz hat bei einer Belastbarkeit von 0,5 Watt ihre Grenzen. Werden größere Leistungen gefordert sind Mills erste Wahl.
Für Gitterableitwiderstände waren bis jetzt Shinkho Tantalwiderstände die beste Alternative.
Die Betonung liegt auf bis jetzt......
Durch den Bau der Phonovorstufe wurde ich auf einen Artikel von Joachim Gerhard aufmerksam (Audio Physic, Sonics) der den Charcroft Z- Folien Widerstand in den Himmel lobte. Ich hatte vor 14 Jahren erste Erfahrungen mit Metallfolienwiderständen gesammelt, sie waren zwar extrem rauscharm klangen aber irgendwie undynamisch und überbedämpft. Es handelte sich dabei um die Vishays in den schwarzen Plastikgehäusen.
Um nicht die 450 Euro für die LCR Phono berappen zu müssen wollten wir erst mal einen Test mit den Emitter und Kollektorwiderständen im Phono Pre Pre machen. Wir hatten damals Shinkho 2 Watt Typen eingebaut, mit denen wir eigentlich rundum zufrieden waren.
Nach Einbau der Charcroft Z Folien in den Pre Pre und einer Einspielzeit von 50 Stunden eröffnet sich eine neue Welt. Er legt im Vergleich zum Shinkho extrem an Klarheit und Durchzeichnung zu ohne an Wärme und Fülle zu verlieren. Er spielt nur minimal schlanker als der Shinkho.
Nach diesem Aha Erlebnis wurde auch die LCR Phono überarbeitet, in dieser befand sich ein Takman 47K im Eingang ein 600R Audio Note Tantal nach der Entzerrung und 12 Kiwame 2 Watt Typen in der Entzerrung.
Der Austausch dieser Widerstände hatte das gleiche Ergebnis wie im Pre Pre zur Folge. Mit extrem verminderten Rauschteppich und einer Offenheit, Direktheit und Durchzeichnung die einem die Sprache verschlägt.
Die gleichen Widerstände die auf einer Vishay Technolgie basiern sind auch von Texas Components und Vishay erhältlich.

Ich kann diese Widerstände jedem ans Herz legen der das letzte aus seinem Vorverstärker herausholen möchte. Auch als I/V Widerstand im Dac (habe ich nicht getestet), bestimmt eine gute Wahl.


Mittwoch, 4. Mai 2011

Der beste Kondensator für kritische Anwendungen Black Gate NX in Super E Schaltung

Hallo zusammen,

Heute möchte Ich über eine der wichtigsten Komponenten berichten, die Ich in meinen Geräten einsetze.
Es handelt sich dabei um den Black Gate NX der bis vor 3 Jahren von Rubycon in Lizenz der Firma Jelmax hergestellt wurde. Es handelt sich dabei um einen bipolaren Elektrolytkondensator bei dem Graphitpartikel den Elektrolyten beigemischt werden.Der Kondensator hat ein langes und ein kurzes Anschlussbeinchen das die äußere und innere Folie kennzeichnet. Sind die Beinchen gekürzt worden kann man sich auch am Aufruck auf dem Schrumpfschlauch orientieren. Der Black Gate NX an bestimmten Stellen einer Schaltung eingesetzt, übertrifft alles was Ich ausprobiert habe. Und Ich habe fast alles ausprobiert. Übertroffen wird das ganze noch, indem 2 Kondensatoren Anti-parallel verschaltet. Das heist das kurze Anschlussbeinchen des einen Kondensator wird mit dem langen des anderen verbunden und das lange Beinchen mit dem kurzen des anderen. Durch diese Verschaltung wird die Induktivität des Kondensators drastisch reduziert, der Frequenzbereich in dem der Kondensator arbeitet geht nun bis in den Gigaherzbereich.





Hier einige Anwendungen in denen er das Potenzial voll ausspielen kann.

Als Bypass-Kondensator für die Kathode in Röhrenverstärkern habe ich alle Elektrolyten die es am Markt gibt ausprobiert.Elna Silmic I und II, Elna Cerafine, Nichicon Muse, Sanyo Oscons und auch diverse Black Gates.Der NX in Super E übertrifft sie alle, er klingt an dieser Stelle so gut das er jeden Cent der Mehrkosten wert ist.

Am Wandlerchip im DAC verwende Ich ihn sowohl für die 5V Betriebsspannung als auch für den Referenzpin des TDA1545 Wandlerchip. Die Verbesserung zu allen anderen verwendeten Elektrolytkondensatoren, keramischen Typen und Tantal- Elkos  ist als drastisch zu bezeichnen. Ich kann mir eine digitale Musikwiedergabe ohne diese Kondensatoren nicht mehr vorstellen.

Eine andere Anwendung ist die lokale Entkopplung in kritischen Low Level Applikationen wie zum Beispiel an den Transistoren eines Vor- Vorverstärkers auch hier ist der Klanggewinn immens.

Allen Anwendungen gemein ist das der Signal Rauschabstand verbessert wird. Das Musikgeschehen findet vor einem schwärzeren Hintergrund statt.Die Mitten insbesondere Stimmen werden körperhafter, der Bass wird tiefer und straffer. Alles ist besser aufgelöst und neutraler.

Nach all den Lobeshymnen möchte Ich euch auch über die Kehrseite der Medaille informieren, die unanständig lange Einspielzeit die einen die Freude an der Musik gründlich vermiesen kann. Die ersten Stunden spielt er sehr gut um dann für hunderte Stunden zwischen gut und abgrundtief schlecht zu schwanken.
Deshalb spiele Ich alle Black Gates an einem Frequenzgenerator für mindestens 200 Stunden ein. Man kann aber auch einen Niederspannungstrafo verwenden .

Die Kondensatoren sind nur noch bei ein paar Händlern weltweit erhältlich so das Eile geboten ist. Wohl dem der sich einen Lagerbestand zugelegt hat. Es ist nicht zu erwarten das die Juwelen jemals wieder gefertigt werden.Hier ein Zitat von Peter Qvortrup von Audionote UK" The Black Gate Capacitor is the single biggest improvement to digital in the last 15 years" Dem kann Ich mich nur anschließen 





Montag, 2. Mai 2011

Die Suche nach dem perfekten Audio- Steckverbinder

Als "Evergreen" der DIY Foren stellen sich die Diskussionen zwischen Audio- Steckverbindern dar.
Aber leider hat man bei Fertiggeräten keine große Auswahl, man ist quasi dazu verdonnert RCA und XLR Steckverbinder zu verwenden.
In den 90er Jahren waren Clearaudio und WBT RCA´s angesagt, Niemand zweifelte an deren überlegener Qualität, ja bis ein australischer Hersteller namens Eichmann die Hifi Welt mit seinem Plastikteil namens Bullet- Plug in eine tiefe Krise stürzte. Dieser Stecker war eine klangliche Offenbarung im Vergleich zu den 50 Gramm Chinchsteckern vergangener Tage.Manche waren danach unverkäuflich und verschwanden vom Markt. Im Gegensatz zur Klangqualität stand die katastrophalen mechanischen Eigenschaften des Bullet Plug. Die Vergoldung am Massepin ist nach 50 maligem Umstöpseln dahin. Abhilfe schaffte die Einführung des Silver Bullet der durch den Aufbau in Massiv- Silber diese Probleme nicht kennt.
Allerdings was nützt es einen massearmen Stecker an einer massereichen Buchse zu verwenden? Abhilfe schaffte die Einführung der WBT Nextgen Linie die einen genau aufeinander abgestimmten Stecker und die entsprechende Buchse im Programm haben.
Allerdings erreicht der Stecker nicht im entferntesten die Qualität eines Silver Bullet Plug. Wie sich herausstellt ist die Metallhülse dafür verantwortlich. Eine Kombination von Bullet Plug Stecker und WBT Buchse ist ein noch größerer Albtraum, da der Stecker gedreht werden muss, bis der Massekontakt genau auf dem der Buchse sitzt.

Kurz gesagt: Es passt hinten und vorne nicht!!

Für das Linestage Projekt bin Ich deshalb auf die Suche nach dem perfekten "massearmen" Stecker gegangen. Nach langen Recherchen bin Ich auf Redel gestoßen, den Allen Wright von Vacuumstate bei seinen Geräten einsetzt. Da Ich damals sein Supercablecookbook  gelesen habe wusste Ich über die Qualitäten eines Lemo Steckers bescheid. Und der Redel ist nun mal die von Lemo gefertigte Kunststoffvariante des Edelsteckers aus der Schweiz.

Mechanisch und elektrisch sind diese Stecker jeden RCA und XLR Stecker turmhoch überlegen. Das Handling und die Verarbeitungsqualität sind ein Traum. Mit ca 7 Euro pro Stück,der Preis ebenso. Zuerst habe Ich die Stecker am Tonarmkabel ausprobiert und es klang viel besser als mit WBT Nextgen.
Nach Umrüstung der gesamten Anlage auf Redel werde Ich nie mehr einen Chinch Stecker verwenden.
Das Handling macht richtig Spass! Ja das ist eben der Vorteil von Selbstbau, man kann tun und lassen was man will und braucht sich nicht festzulegen.

Ein Stammtisch- Mitglied der bei einem großen Steckverbinderhersteller tätig war, schätzt die Herstellungskosten des Kupfer- Bullet- Plug auf 70 Cent. Soviel zur Preiswürdigkeit von audiophilen Steckverbindern.

Wie hat Steve Eddy in Diyaudio so zutreffend geschrieben: Redel rules!



DIY Widerstand

Über den Klangunterschied bei Kondensatoren herrscht Einigkeit in der DIY Gemeinde. Bei Widerständen wird oft konstatiert das die Unterschiede gering sind und den Mehraufwand nicht lohnen.
Abhängig davon an welcher Stelle der Widerstand in der Schaltung eingesetzt wird ergeben sich mal größere mal kleiner Unterschiede.

Meine ersten Erfahrungen mit Widerständen machte Ich in I/V Strom- Spannungswandlung meines NOS Wandler. An dieser Stelle gab es riesige Klangunterschiede die aber immer im Zusammenhang mit dem Ausgangs- Koppelkondensator zu sehen sind.

Nach unzähligen (Fehl)versuchen stellte sich die Kombination aus Shinkoh Tantalfilmwiderstand und Vcap bzw. Mundorf Silber als die beste Kombination heraus.

Angetrieben durch diese Erfahrung wurden alle Geräte (Prepre, Phonostage, ) auf Shinkoh Tantalwiderstände umgerüstet. Ein fataler Irrtum wie sich später herausstellte.

Nach Fertigstellung der DHT Linestage kamen mir Zweifel ob der Shinkoh Widerstand wirklich wie behauptet, das "Maß aller Dinge" ist. Durch einen Artikel aud der DHT-Rob Webseite beschloss Ich selbst Hand anzulegen und meine eigenen Widerstände aufzubauen.

Ich besorgte Buchen- Rundholz mit einem Durchmesser von 20 bzw 10mm. In Ebay besorgte Ich mir Manganin- Widerstandsdraht eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Mangan mit einem Widerstand von 332,7 Ohm pro Meter. Das sind für einen Kathodenwiderstand von 1.5K Ohm immerhin 4,5 Meter.
Die Rundhölzer wurden auf eine Länge von 3cm zugeschnitten. Und an den Enden mit vertikalen Bohrungen versehen.Durch diese werden 0.8mm Silberdrähte gesteckt und als Schlaufe verlötet.An einem Draht wird nun direkt ab Bauteilkörper der Widerstandsdraht angelötet.Dann wird die Länge des Drahtes exakt ausgemessen und das andere Endes am anderen Anschlussdraht verlötet. Jetzt wird gemessen ob der Widerstandswert den Vorgaben entspricht.Ist dies der Fall werden beide Drähte eng (Bifilar) gewickelt. Dies ist notwendig um die Induktivität des Widerstands so gering wie möglich zu halten.Wenn alles gewickelt ist wird die Endschlaufe mit einem Tropfen Heißkleber fixiert.
Die gewickelten Rohlinge werden dann noch in im Wasserbad erhitztes Bienenwachs getaucht, um die Drähte zu fixieren und die mechanischen Eigenschaften zu verbessern.

Was diese Widerstände klanglich in der DHT Linestage und Phonostage vollbringen, ist weit entfernt von der Performance sogenannter High End Widerstände . Der Klang ist super aufgelöst und hat keinerlei Schärfe mehr die anscheinend durch die Widerstände induziert wurden. In der Phonostage macht das bei 6 zu tauschenden Kathodenwiderständen eine 2- Klassen Unterschied aus.
Experimente für die Emitterwiderstände im Prepre und der I/V Widerstand des DAC werden folgen.

Hier noch ein Bild im eingebauten Zustand in der DHT Linestage

Happy DIY :-)