Willkommen im Blog der Tube-Maniacs

In diesem Blog wollen wir unsere Selbstbauprojekte, aber auch Informationen über Bauelemente, Röhren und hörenswerte Schallplatten vorstellen. Wir hoffen auf Feedback und eine lebhafte Diskussion.

Montag, 2. Mai 2011

Die Suche nach dem perfekten Audio- Steckverbinder

Als "Evergreen" der DIY Foren stellen sich die Diskussionen zwischen Audio- Steckverbindern dar.
Aber leider hat man bei Fertiggeräten keine große Auswahl, man ist quasi dazu verdonnert RCA und XLR Steckverbinder zu verwenden.
In den 90er Jahren waren Clearaudio und WBT RCA´s angesagt, Niemand zweifelte an deren überlegener Qualität, ja bis ein australischer Hersteller namens Eichmann die Hifi Welt mit seinem Plastikteil namens Bullet- Plug in eine tiefe Krise stürzte. Dieser Stecker war eine klangliche Offenbarung im Vergleich zu den 50 Gramm Chinchsteckern vergangener Tage.Manche waren danach unverkäuflich und verschwanden vom Markt. Im Gegensatz zur Klangqualität stand die katastrophalen mechanischen Eigenschaften des Bullet Plug. Die Vergoldung am Massepin ist nach 50 maligem Umstöpseln dahin. Abhilfe schaffte die Einführung des Silver Bullet der durch den Aufbau in Massiv- Silber diese Probleme nicht kennt.
Allerdings was nützt es einen massearmen Stecker an einer massereichen Buchse zu verwenden? Abhilfe schaffte die Einführung der WBT Nextgen Linie die einen genau aufeinander abgestimmten Stecker und die entsprechende Buchse im Programm haben.
Allerdings erreicht der Stecker nicht im entferntesten die Qualität eines Silver Bullet Plug. Wie sich herausstellt ist die Metallhülse dafür verantwortlich. Eine Kombination von Bullet Plug Stecker und WBT Buchse ist ein noch größerer Albtraum, da der Stecker gedreht werden muss, bis der Massekontakt genau auf dem der Buchse sitzt.

Kurz gesagt: Es passt hinten und vorne nicht!!

Für das Linestage Projekt bin Ich deshalb auf die Suche nach dem perfekten "massearmen" Stecker gegangen. Nach langen Recherchen bin Ich auf Redel gestoßen, den Allen Wright von Vacuumstate bei seinen Geräten einsetzt. Da Ich damals sein Supercablecookbook  gelesen habe wusste Ich über die Qualitäten eines Lemo Steckers bescheid. Und der Redel ist nun mal die von Lemo gefertigte Kunststoffvariante des Edelsteckers aus der Schweiz.

Mechanisch und elektrisch sind diese Stecker jeden RCA und XLR Stecker turmhoch überlegen. Das Handling und die Verarbeitungsqualität sind ein Traum. Mit ca 7 Euro pro Stück,der Preis ebenso. Zuerst habe Ich die Stecker am Tonarmkabel ausprobiert und es klang viel besser als mit WBT Nextgen.
Nach Umrüstung der gesamten Anlage auf Redel werde Ich nie mehr einen Chinch Stecker verwenden.
Das Handling macht richtig Spass! Ja das ist eben der Vorteil von Selbstbau, man kann tun und lassen was man will und braucht sich nicht festzulegen.

Ein Stammtisch- Mitglied der bei einem großen Steckverbinderhersteller tätig war, schätzt die Herstellungskosten des Kupfer- Bullet- Plug auf 70 Cent. Soviel zur Preiswürdigkeit von audiophilen Steckverbindern.

Wie hat Steve Eddy in Diyaudio so zutreffend geschrieben: Redel rules!



DIY Widerstand

Über den Klangunterschied bei Kondensatoren herrscht Einigkeit in der DIY Gemeinde. Bei Widerständen wird oft konstatiert das die Unterschiede gering sind und den Mehraufwand nicht lohnen.
Abhängig davon an welcher Stelle der Widerstand in der Schaltung eingesetzt wird ergeben sich mal größere mal kleiner Unterschiede.

Meine ersten Erfahrungen mit Widerständen machte Ich in I/V Strom- Spannungswandlung meines NOS Wandler. An dieser Stelle gab es riesige Klangunterschiede die aber immer im Zusammenhang mit dem Ausgangs- Koppelkondensator zu sehen sind.

Nach unzähligen (Fehl)versuchen stellte sich die Kombination aus Shinkoh Tantalfilmwiderstand und Vcap bzw. Mundorf Silber als die beste Kombination heraus.

Angetrieben durch diese Erfahrung wurden alle Geräte (Prepre, Phonostage, ) auf Shinkoh Tantalwiderstände umgerüstet. Ein fataler Irrtum wie sich später herausstellte.

Nach Fertigstellung der DHT Linestage kamen mir Zweifel ob der Shinkoh Widerstand wirklich wie behauptet, das "Maß aller Dinge" ist. Durch einen Artikel aud der DHT-Rob Webseite beschloss Ich selbst Hand anzulegen und meine eigenen Widerstände aufzubauen.

Ich besorgte Buchen- Rundholz mit einem Durchmesser von 20 bzw 10mm. In Ebay besorgte Ich mir Manganin- Widerstandsdraht eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Mangan mit einem Widerstand von 332,7 Ohm pro Meter. Das sind für einen Kathodenwiderstand von 1.5K Ohm immerhin 4,5 Meter.
Die Rundhölzer wurden auf eine Länge von 3cm zugeschnitten. Und an den Enden mit vertikalen Bohrungen versehen.Durch diese werden 0.8mm Silberdrähte gesteckt und als Schlaufe verlötet.An einem Draht wird nun direkt ab Bauteilkörper der Widerstandsdraht angelötet.Dann wird die Länge des Drahtes exakt ausgemessen und das andere Endes am anderen Anschlussdraht verlötet. Jetzt wird gemessen ob der Widerstandswert den Vorgaben entspricht.Ist dies der Fall werden beide Drähte eng (Bifilar) gewickelt. Dies ist notwendig um die Induktivität des Widerstands so gering wie möglich zu halten.Wenn alles gewickelt ist wird die Endschlaufe mit einem Tropfen Heißkleber fixiert.
Die gewickelten Rohlinge werden dann noch in im Wasserbad erhitztes Bienenwachs getaucht, um die Drähte zu fixieren und die mechanischen Eigenschaften zu verbessern.

Was diese Widerstände klanglich in der DHT Linestage und Phonostage vollbringen, ist weit entfernt von der Performance sogenannter High End Widerstände . Der Klang ist super aufgelöst und hat keinerlei Schärfe mehr die anscheinend durch die Widerstände induziert wurden. In der Phonostage macht das bei 6 zu tauschenden Kathodenwiderständen eine 2- Klassen Unterschied aus.
Experimente für die Emitterwiderstände im Prepre und der I/V Widerstand des DAC werden folgen.

Hier noch ein Bild im eingebauten Zustand in der DHT Linestage

Happy DIY :-)

TQWT für Philips 9710

Die Suche nach einem geeigneten Lautsprecher für Single Ended Trioden kann zu einer frustrierenden Erfahrung werden. Alle Konzepte die wir gehört haben hatten inakzeptable Einschränkungen, die einem die Entscheidung nicht leicht machen. Oft werden die Lautsprecher auch noch  an ungeeigneten Verstärkern und Ketten betrieben, die das Potenzial der Lautsprecher nur schwer erahnen lassen und die Entscheidung nicht leichter macht.

Gehört wurden:
Kugelwellenhörner, Exponentialhörner, Open Baffle, Backloaded Hörner, Bassreflexkonstruktionen, Mehwege, Breitbänder usw.



Die Einschränkungen der Konstrukte betrifft alle Frequenzbereiche.

Viele Chassis glänzen mit einem geeigneten Wirkungsgrad, der aber zum Bassbereich hin immer schlechter wird.
Bei anderen ist die Membranfläche so groß das der Mitteltonbereich verfärbt und aufgebläht wird. In die Endauswahl kamen Chassis von Fertin und PHY HP.Diese Chassis haben noch den weiteren Vorteil, das sie ohne Korrekturglieder auskommen. Dies war für mich schon von Anfang an ein K.O  Kriterium. Beide Chassis werden vorzugsweise in Open Baffle betrieben. Nach der ernüchternden Vorführung eines Fertin Breitbänders an einer Kette für mehrere 100.000€ meldeten sich erste Zweifel an ob unser Vorhaben scheitern würde.

Zusammengefasst lässt sich sagen das viele Lautsprecher bei Jazz und Pop noch einigermaßen zu Überzeugen wussten, bei klassischer Musik jedoch komplett versagten. Hier werden die Verfärbungen wie mit einer Lupe verstärkt.

Viele Konstruktionen benötigen einen zusätzlichen Subwoofer zur Unterstützung des Bassbereich, Der Bass dieser Setups hing aber den anderen Frequenzbereichen hinterher.

Dann kam ein Tip unseres Hifi-Stammtischbruders Norbert sich doch einmal den 9710 eines Bekannten anzuhören. Ich war skeptisch weil "ein Chassis für 100 Euro ja eigentlich nicht klingen kann".
Beim  Besuch bei Bernhard wusste ich allerdings schon beim ersten Stück von Jacintha, das hier ein gewaltiges Potenzial schlummert. Dieser Lautsprecher spielt so selbstverständlich und frei, das es einem die Sprache verschlägt. Betrieben wurde er in einer Mischung aus "abstimmbaren Bassrefexkonstruktion und "Open Baffle" mit einer Klappe auf der Rückseite betrieben.Unterstützt wurde das ganze durch einen aktiven Subwoofer der nur minimal "hinterher hinkt".

Euphorisiert durch die Eindrücke ging es nun darum eine Konstruktion zu erarbeiten die ohne Subwoofer
auskommt.Nach durchsuchen des www. stößt man entweder auf Open Baffle Konstruktionen, Reso Gehäuse oder TQWT`s. Letzter passt zum QTS von 0,5 am besten.

Ein TQWT sheet zur Berechnung des Gehäuses findet man unter http://fullrangedriver.com/singledriver/software.html

Die Proportionen der Materialien wurde von der Webseite VT4C.com übernommen.Chung hat hier eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert. Ergänzt wurde die Konstruktion durch eine Scheibe von 45cm Durchmesser die ein mechanisches Filter darstellt das der Frequenzgang-Überhöhung des Chassis im Mitteltonbereich entgegenwirkt. Eine Idee unseres Hifi-Stammtischkollegen Bernhard Pfeiffer

Gefertigt wurde das Gehäuse aus 20mm / 30mm und 40mm Birken-Multiplex.

Die Dämmung im Innern des Gehäuses besteht aus reine Schafwolle und Teppichstreifen. Hier muß jeder selbst sein Setup finden, das zu seinen Hörgewohnheiten passt.

Der erste Hörtest wurde mit dem Aurex Single Ended EL84 Vertärker (250 Euro) durchgeführt.Diese Kombination spielte besser als viele Mega $ Anlagen die Ich im Laufe meines Lebens gehört habe. Wenn man von Baukosten von ca. 1100 Euro incl. Chassis für den Lautsprecher ausgeht, so muss man sich allen ernstes fragen warum es die Audio Industrie nicht schafft solche grandiosen Chassis für vertretbare Preise auf die Beine zu stellen.

In der folgenden Woche habe  Ich ein Leih-gerät von Thomas Mayer in München abgeholt. Eine Single Ended Stereoendstufe mit separatem Netzteil und 801a Endröhren/ 6N7 Treiberröhren. Dieser Vertärker relativierte alles zuvor gehörte. Das ist eine eigene Liga, da kommt auch die Kombination von Kondo und Fertin nicht ran.
Ich habe unserem Lautsprecher diese Basswiedergabe nicht zugetraut, es ergibt sich ein Klang der von den Höhen bis in den Bassbereich absolut sauber und transparent spielt. Eine absolute Traumkombination!!
Schweren Herzens habe Ich den Verstärker nach einer Woche wieder nach München zurückgebracht :-(
Aber selbst mein Jadis Orchestra Vollverstärker spielt nach Umrüstung auf EL34 in Pseudotriode sehr gut.

Hier noch ein paar Bilder des Lautsprechers:






Donnerstag, 10. März 2011

Traum-Röhren für die DHT Linestage

Hallo,

Ich möchte an dieser Stelle ein paar Röhren vorstellen die "noch" für überschaubare Beträge erhältlich sind und in der DHT Linestage mit ihren Qualitäten brillieren.





Ken Rad Typ 26 ST Shape aus den 1940er Jahren.



Arcturus 126 Blue Globe Shape aus den 1920er Jahren





RCA VT-62/ 801a ST Shape aus den 1940er Jahren




Hytron VT-62/801a ST Shape aus den 50er Jahren




Taylor VT-62/801a ST Shape Withe Ceramic Base von 1940




Taylor VT-62/801 ST Shape Graphite Plate aus den 1940er Jahren




RCA VT-62/801 ST Shape White Ceramic Base Graphite Plate aus den 1930er Jahren


Sonntag, 20. Februar 2011

Die ultimative Digitalquelle SD Card Player

Vorgeschichte:


Als eingefleischter Analoganhänger war ich immer auf der Suche nach einem Abspielgerät mit dem man zumindest für eine paar Stunden digital Musik hören kann, ohne zum Nägelkauer zu mutieren. Das erste Gerät das diesen Anspruch erfüllte, war ein NOS (NO Oversampling) DAC von Yeo`s Diyparadise. Nachdem dieses Gerät mehrere Evolutionstufen durchschritten hat, die Ich im Diyparadise Forum auch selbst mitgestaltet habe, ging es von Monica 2 zu Monica 3 zu Mojo und mittlerweile Mojo 2.Allerdings besitzen die Mojo Dac Platinen keine Receiverchip mehr, man kann sie nur im japanischen  EIAJ Format ansteuern, dies ist ähnlich dem I2S das z.B. von den meisten Wandlerchips unterstützt wird. (z.B. TDA1541, TDA1543, Sabre). Im Mojo ist ein TDA1545 Wandler den es auch als SMT Variante gibt, der I2S unterstützt.

Wandlertechnik:


Wenn man sich vor Augen hält das selbst höchstpreisigste Laufwerk Wandlerkombis mit ein SPDIF (Sony Philips Digitalinterface) Schnittstelle arbeiten kann der Ausweg nur I2S oder EIAJ heißen.
Um zu verdeutlichen welchen Weg das Digitalsignal dabei nimmt kann man nur erahnen welches Verbesserungspotenzial hier schlummert.

Die CD wird mittels Laser ausgelesen, die Datensignale gelangen von dort in den Decoderchip. Im Decoderchip wird dieser Stream in Wordclock, Bitclock, und Data (evtl noch Masterclock) decodiert. Diese 3 Signale werden im Decoderchip in das SPDIF Format umwandelt. Über die SPDIF Verbindung geht es dann zum  Receiverchip der das Signal wieder in Wordclock, Bitclock und Data separiert und an den Wandlerchip weiter reicht.

Da ein Wandlerchip sehr empfindlich auf Jitter reagiert (Phasenrauschen) addieren sich alle Stationen zu einem hohen Gesamtjitterpegel. Eine weiter Quelle für Jitter sind unsaubere Spannungsversorgungen, hier reagiert Digitalelektronik noch empfindlicher als die analogen Pedants.

Stromversorgung:


Nach diversen Versuchen mit Linear und Schaltnetzteilen hat sich Akkubetrieb als vorteilhaft herausgestellt. Wir verwenden nur Optima Redtop Batterien die durch ihren sehr niedrigen Innenwiderstand einen signifikanten Vorteil gegenüber anderen Akkus bieten. Als Spannungsregler für digitale Baugruppen kann ich eigentlich nur Shuntregler von Paul Hynes oder Audiocom UK empfehlen.Selbst der LT1085 von Linear Technologies oder ein LM-317 sind nicht breitbandig genug für den Einsatz an digitalen Baugruppen.
Als Kondensatoren kommen Elkos mit organischem Elektrolyten in Frage (Sanjo Oscon). Am Wandlerchip selbst gibt es für mich zum Black Gate NX Hi Q als antiparallel verschalteter Super E keine Alternative. Diese nicht mehr gefertigten Kondensatoren arbeiten in Super E Konfiguration bis in den Gigaherzbereich. Gut sind auch noch die neuen Polymertypen von Panasonic.

Hier ein Bild des Black Gate NX





CD ist eigenlich analog:


Der Ausleseprozess einer CD mittels Laser ist eigentlich ein höchst analoger Prozess.Erst im Controller Chip wird diese Kurve in Digitalsignale umgewandelt, eine der Quellen für Jitter. Mir war schon immer klar das die Zukunft der digitalen Musikwiedergabe nur ein Festspeicher sein kann, bei dem mechanische Einflüsse vernachlässigbar sind. Durch  Zufall bin ich auf dann auf den SD Kartenplayer QA550 von QLS-Hifi in China gestossen.Das Gerät nimmt die SD Karte per Einschub auf und wird von einem digitalen Signalprozessor ausgelesen. Das Gerät hat einen SPDIF Ausgang und ganz wichtig einen I2S Ausgang der aber nicht nach aussen geführt wurde. Die Lötpads sind auf der Platine vorhanden.



Das Konzept auf die Spitze getrieben:


Dieser Player spielt für einen Preis von ca 100 Euro bereits so gut wie die meisten CD Laufwerke der unteren und mittleren Preisklasse. Wer das Gerät mit SPDIF nutzen will kann als Update noch einen besseren Digitaltransformator z.B von Nevava einbauen. Der Einsatz einer low Jitter Clock anstelle des eingebauten TCXO ist ebenfalls möglich. Nur wird das Ergebnis durch die nachfolgen Wandlung in SPDIF  wieder determiniert. Der Richtige Weg heißt I2s direkt auf dem Wandlerchip. Da I2s keine Schnittstelle ist die lange Wege überbrücken kann, sollten Player und Wandler direkt nebeneinander angeordnet werden. Man kann aber noch ein Buffer IC dazwischen schalten, um auch separate Gehäuse zu realisieren.In meinem Fall geht das I2s Signal auf einen I2s > EIAJ Converter von Diyparadise namens "Black Crow" und dann auf dem Wandlerchip. Der TCXO wurde vom QA550 entfernt und durch eine Superclock 4 von Audiocom ersetzt.


Interstage Transformator:

Im Ausgang des Wandlermoduls Mojo 2 treibt der Pass Buffer B1 mit ca 1 Ohm Ausgangsimpedanz.Da  am Ausgang die halbe Betriebsspannung (9V) DC anliegt muß per Kondensator ausgekoppelt werden. Ich habe an dieser Stelle verschiedene Kondensatoren ausprobiert.Mundorf Silber Öl, Vcap Teflon. Die Unterschiede waren zwar zu hören aber nicht gewaltig. Durch den Aufbau der Linestage hatte ich ein paar Lundahl LL1660 mit 18mA zu Verfügung. Bitte keine normalen Line Output Übertrager verwenden. Der Eisenkern muss einen Spalt aufweisen um eine magnetische Sättigung zu vermeiden. Folgende Rechnung muß für die Dimensionierung des Interstage verwendet werden. 9V/Primärwiderstand DC des Interstage in meinem Fall 9/1150 Ohm  =8mA

Klang:


Der SD Player klingt schon ab Werk sehr gut.Eine I2S Verbindung zum Wandlerchip bringt das ganze eine Stufe höher. Die größte Verbesserung wird mit der Superclock 4 erreicht. Dies bringt den Player auf ein Niveau der allerhöchsten Digital- Liga. Damit meine ich keine Geräte mit SPDIF Verbindung für die fünfstellige Beträge abgerufen werden, nein es gibt auch Geräte mit I2s oder Clockrückführung. (Zanden, Accuphase usw).Mit Interstage bricht man dann entgültig zu einer Digitalwiedergabe  auf die Ich vorher nicht für möglich gehalten habe.

Rippen:


Die Daten müssen in das WAV Format umgewandelt werden (CD auf Festplatte) und dann auf die SD Card gezogen. Vorsicht ist geboten, jedes Ripp-Programm klingt anders Nero 10 bis jetzt am besten.

Anbei noch ein Bild vom momentanen Laborstadium

Gruß und gutes Gelingen

Bilder der Linestage










DHT Linestage für 801a/10y/10/26/01a Trioden

Vorgeschichte


Als langjähriger Nutzer eines TVC (Transformer Volume Control) von Stevens&Billington hatte Ich eigentlich mit dem Thema Linestage abgeschlossen. Die Transparenz dieser Lösung hat mich immer wieder begeistert, der einzige Kritikpunkt war die Dynamik und Körperhaftigkeit, die im Vergleich zu aktiven Lösungen leicht abfällt.Es  mußte doch möglich sein die Meriten der beiden Konzepte miteinander zu verbinden.

Triodenfieber


Nach einem Messebesuch in München waren Ich mit meinen Freunden Steve und Heinz bei Thomas Mayer in München zu einer Hörsession zu Gast. Nach diesen 2 Stunden wurde Ich schwer krank, das Triodenfieber war ausgebrochen.Mit welcher Leichtigkeit, Mühelosigkeit und Transparenz diese Verstärker Musik reproduzieren das hat schon etwas einmaliges. Gehört wurde eine Kette mit LCR Riaa, DHT Linestage und diversen Trioden Endverstärkern. Noch auf dem Parkplatz beschlossen wir diese Verstärker zu bauen.

Layout


Nach der Rückkehr machte ich mich sofort über das Layout der Linestage, es sollte die Möglichkeit eröffnen verschiedene Röhren mit UX4 Sockel zu verwenden. Die interessantesten Röhren für diese Anwendung sind die VT25/VT 62 Familie (also 801/801a/10Y/10/) sowie die Familie der 26 (126, UX226,CX326) usw.
Als dritte Alternative kommen noch die 01a (UX 201, CX 301) in Frage. Da diese Röhren mit verschiedenen Anoden und Heizspannungen arbeiten, müssen die Spannungen schaltbar sein.

Konzept


Das Konzept für die Linestage stammt von Thomas Mayer der uns in allen Stadien der Konstruktion mit Rat und Tat zur Seite stand. Im Netzteil sind 3 Transformatoren, einer für die Betriebsspannung und 2 für die jeweilige Heizspannung.Die Heizspannung werden LCL gefiltert, dies ist notwendig da die Heizung der DHT´s im Signalweg liegt. Wer diesen Aufwand nicht treiben will, soll besser zu indirekt geheizten Röhren greifen. Die Betriebspannung ist mit LCLCLC gefiltert, es werden nur Ölkondensatoren von ASC verwendet.
Die Gleichrichtung wird als Brückengleichrichtung mit 4 Stück 6AX4 Damper Dioden ausgeführt.
Das Signal der Quellen gelangt zuerst auf einen Wahlschalter auf das Gitter der Röhre, von dort geht es zu einem 4,5:1 Interstage Transformator von Lundahl, der dann einen sehr niederohmigen TVC von Intactaudio treibt. Um den Signalweg des Ausgangskreises der Röhre besser zu gestalten, wird ein Ultrapath Kondensator zwischen Kathodenwiderstand und Primärwicklung des Interstage geschaltet. Für den Einsatz eines Ultrapath Kondensators muß die Betriebsspannung sehr sauber sein, da evtl vorhandene Restwelligkeiten direkt in Kathode gekoppelt werden.

Beschaffung:


Das Lundahl Eisen, TVC, Netztrafos und die ASC´s wurden über Thomas Mayer beschafft. Ebenso die Amphenol Stecker für die Verbindung zwischen Netzteil und Linestage. Für die Röhrensockel fiel die Wahl auf Audio Note für die Gleichrichter und Yamamoto Teflonsockel für die Trioden. Die Kathoden und Gitterwiderstände stammen von Shinkoh die Netzteil Bleederwiderstände von Kiwame bzw. Mills.

Aufbau:

Da wir nicht von unserer Standardgehäusehöhe von 60 bzw. 70mm abweichen wollten gestaltete sich die Konstruktion als sehr schwierig und zeitaufwändig. Heinz hat ob der Komplexität einen Versuchsaufbau aus Aluminiumblech aufgebaut. Nachdem alles abgesichert war gingen die Zeichnungen zum CNC Fräsen. Unsere Wahl fiel auf 4mm Kupferplatten für die Top Blechen und 3mm Kupfer für die Bodenbleche. Hier gilt mein Dank noch der Firma SFT Fertigungstechnik GmbH in Nürnberg, Stefan Spörler hier eine excellente Arbeit geleistet hat.
Die Rahmen der Verstärker wurden aus Ahorn Instrumentenholz angefertigt und mit Ebenholz furniert. Nachdem die CNC Fräsarbeiten beendet waren wurden die Oberflächen der Kupferbleche geschliffen poliert und verchromt.Danach konnte die Endmontage der Bauteile und die Verdrahtung beginnen. Als Leitungen wurden für die Wechselspannungen OFC Kupferleitungen ausgewählt, die Linestage selber wurde mit Silber von VT4c und Audio Consulting verdrahtet.


Klang:

Dynamik, Klangfarben, Fülle, Transparenz es ist schlicht unfassbar wie dieser Verstärker Musik reproduziert.
Dieser Verstärker hat keine Schwächen, man hat bei einigen Aufnahmen das Gefühl live dabei zu sein.