Willkommen im Blog der Tube-Maniacs

In diesem Blog wollen wir unsere Selbstbauprojekte, aber auch Informationen über Bauelemente, Röhren und hörenswerte Schallplatten vorstellen. Wir hoffen auf Feedback und eine lebhafte Diskussion.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Der beste Kondensator für kritische Anwendungen Black Gate NX in Super E Schaltung

Hallo zusammen,

Heute möchte Ich über eine der wichtigsten Komponenten berichten, die Ich in meinen Geräten einsetze.
Es handelt sich dabei um den Black Gate NX der bis vor 3 Jahren von Rubycon in Lizenz der Firma Jelmax hergestellt wurde. Es handelt sich dabei um einen bipolaren Elektrolytkondensator bei dem Graphitpartikel den Elektrolyten beigemischt werden.Der Kondensator hat ein langes und ein kurzes Anschlussbeinchen das die äußere und innere Folie kennzeichnet. Sind die Beinchen gekürzt worden kann man sich auch am Aufruck auf dem Schrumpfschlauch orientieren. Der Black Gate NX an bestimmten Stellen einer Schaltung eingesetzt, übertrifft alles was Ich ausprobiert habe. Und Ich habe fast alles ausprobiert. Übertroffen wird das ganze noch, indem 2 Kondensatoren Anti-parallel verschaltet. Das heist das kurze Anschlussbeinchen des einen Kondensator wird mit dem langen des anderen verbunden und das lange Beinchen mit dem kurzen des anderen. Durch diese Verschaltung wird die Induktivität des Kondensators drastisch reduziert, der Frequenzbereich in dem der Kondensator arbeitet geht nun bis in den Gigaherzbereich.





Hier einige Anwendungen in denen er das Potenzial voll ausspielen kann.

Als Bypass-Kondensator für die Kathode in Röhrenverstärkern habe ich alle Elektrolyten die es am Markt gibt ausprobiert.Elna Silmic I und II, Elna Cerafine, Nichicon Muse, Sanyo Oscons und auch diverse Black Gates.Der NX in Super E übertrifft sie alle, er klingt an dieser Stelle so gut das er jeden Cent der Mehrkosten wert ist.

Am Wandlerchip im DAC verwende Ich ihn sowohl für die 5V Betriebsspannung als auch für den Referenzpin des TDA1545 Wandlerchip. Die Verbesserung zu allen anderen verwendeten Elektrolytkondensatoren, keramischen Typen und Tantal- Elkos  ist als drastisch zu bezeichnen. Ich kann mir eine digitale Musikwiedergabe ohne diese Kondensatoren nicht mehr vorstellen.

Eine andere Anwendung ist die lokale Entkopplung in kritischen Low Level Applikationen wie zum Beispiel an den Transistoren eines Vor- Vorverstärkers auch hier ist der Klanggewinn immens.

Allen Anwendungen gemein ist das der Signal Rauschabstand verbessert wird. Das Musikgeschehen findet vor einem schwärzeren Hintergrund statt.Die Mitten insbesondere Stimmen werden körperhafter, der Bass wird tiefer und straffer. Alles ist besser aufgelöst und neutraler.

Nach all den Lobeshymnen möchte Ich euch auch über die Kehrseite der Medaille informieren, die unanständig lange Einspielzeit die einen die Freude an der Musik gründlich vermiesen kann. Die ersten Stunden spielt er sehr gut um dann für hunderte Stunden zwischen gut und abgrundtief schlecht zu schwanken.
Deshalb spiele Ich alle Black Gates an einem Frequenzgenerator für mindestens 200 Stunden ein. Man kann aber auch einen Niederspannungstrafo verwenden .

Die Kondensatoren sind nur noch bei ein paar Händlern weltweit erhältlich so das Eile geboten ist. Wohl dem der sich einen Lagerbestand zugelegt hat. Es ist nicht zu erwarten das die Juwelen jemals wieder gefertigt werden.Hier ein Zitat von Peter Qvortrup von Audionote UK" The Black Gate Capacitor is the single biggest improvement to digital in the last 15 years" Dem kann Ich mich nur anschließen 





Der Phono Pre-Pre

Hallo zusammen,

Heute möchte Ich euch ein Gerät vorstellen zu dem es nach meiner Meinung keine Alternativen gibt. Der Pre-Pre ist vor 3 Jahren aus einer Laune heraus entstanden. In unserer Phonostage setzten wir zur damaligen Zeit einen TX.103 von Stevens& Billington mit großer Zufriedenheit ein. Mein Freund Steve setzte einen Kondo S7 Übertager vor seiner Jadis JP80 ein, der sich bei Vergleichen gegen den Billington immer als die bessere Wahl herausstellte. Heinz überlegte sich einen zweiten Übertrager anzuschaffen um das lästige Umstecken der beiden Tonarmkabel zu vermeiden.Da höchstwertige Übertrager sehr teuer sind beschlossen wir einen Prototypen eines aktiven PrePre aufzubauen. Nach eingehenden Recherchen entschied ich mich für die Jean Hiraga Variante mit symmetrischer 6V Spannungsversorgung. Die Bauteile wurden auf eine Lochrasterplatine gelötet die Spannungsversorgung generierte Ich aus einer Reihenschaltung von 8Stück 1,5V Zink Kohle Batterien.Dies ergibt mit einer Mittelanzapfung die benötigten +/- 6V. Hiraga verwendete im Original eine gigantische Siebkapazität von mehreren Farad. Ich habe an dieser Stelle vorerst mit 2x 47.000uF vorlieb genommen.

Hier ein Schaltbild der Verstärkerstufe:


Da Ich die orignalen Transistoren vom Typ 2SB737R nicht beschaffen konnte entschied Ich mich vorerst den Ersatztyp BC560 einzusetzen.Die Transistoren werden an den Stirnflächen verbunden und mit Schrumpfschlauch fixiert um eine gute thermische Kopplung zu erreichen.  Da der Eingang des PrePre gleichspannungsgekoppelt ist muß der Eingang mittels Poti auf 0V DC abgestimmt werden.
Dies sollte erst nach einer gewissen Warmlaufphase geschehen da sich durch die Erwärmung die Arbeitspunkte verschieben. Dieses Vorgehen ist unbedingt notwendig da gerade bei niederohmigen Systemen ein erheblicher Strom durch die Spulen fließen kann. Dieser wird die Spulen nicht zerstören, aber durch die entstehenden magnetischen Kräfte im inneren des Tonabnehmers wird der Nadelträger in der Aufhängung verdreht und ein sauberer Abtastvorgang des Systems verhindert. Also immer genau auf Null Volt abgleichen.

Die ersten Spielversuche des Prepre waren allerdings extrem ernüchternd. Es klang im Vergleich zu den Übertragern zwar wesentlich offener und dynamischer, jedoch auch kratzbürstig und schrill im Hochton.
Vielleicht war der BC560 doch nicht so gut geeignet wie auf einigen Webseiten beschrieben.
Nachdem Ich mir über Ebay Originale 2SB737R zu einem gesalzenen Preis besorgt habe, habe Ich diese dann hoffnungsvoll eingebaut und wurde wiederum bitter entäuscht. Zwar klang es etwas besser als mit den BC560 mit dem Nachteilen einer erheblichen Instabilität der Schaltung. Der Offsetabgleich mußte alle 15 Minuten durchgeführt werden, frustriert wurde das Projekt vorerst auf Eis gelegt.

Nach einer Recherche im Netz habe Ich mir an ganzes Arsenal aus PNP low Noise Transistoren zugelegt bei denen sich der 2SA1038 von Rohm als Volltreffer herausstellte.

Zuerst wurde ein Prototyp für Heinz in einem Gehäuse aufgebaut. Die Platinen haben wir uns von dem Bekannten eines Stammtischbruders ätzen lassen.

Hier ein Bild des Prototypen;



Da wir für den BC560 entflochten hatten und der 2SA1038 eine andere Pinbelegung hat entschieden wir uns die Platine durch eine "Freiverdrahtung" zu ersetzen. Klanglich ist dies sowieso immer der bessere Weg. In eine Grundplatte aus Fichtenholz wurden Bohrungen eingebrach in die die Transistorkörper gesteckt werden.Die Koppelkondensatoren und Pufferelkos wurden mit Kunstoffbügeln befestigt. Die ganze Verdrahtung wurde mit Silberdrähten ausgeführt. Als zusätzliches Feature wurden die Basen der Transistoren an denen die Betriebspannung ankommt mit 2x Black Gate NX 220uF 6.3V gegen Masse entkoppelt. Diese Maßnahme und der durchdachte Aufbau des Gerätes hatte zur Folge das alle MC Übertrager in Ebay verkauft wurden.Selbst der Kondo war chancenlos gegen die Offenheit, Geschmeidigkeit und Transparenz die dieses Gerät bietet. Der Vergleich von den weggezogenen Vorhängen trifft hier uneingeschränkt zu.
Ich kann mir keine bessere Phonoaufbereitung vorstellen, Vorsicht ist nur bei extrem niederohmigen Systemen angeraten, da hier ein Offset im Millivoltbereich bereits einen beträchtlichen Stromfluß im Systemgenerator zur Folge hat.Als Batterien setzen wir unsere geliebten Optima Redtops ein, die jeden Cent ihres beträchtlichen Preises wert sind.

Hier noch ein paar Bilder vom endgültigen Aufbau das wir für einen Freund in Kassel gebaut haben:



Montag, 2. Mai 2011

Eine "deutsche Krankheit"

Hallo zusammen,

Heute muss Ich mir mal den Frust von der Seele schreiben über die typisch deutsche Mentalität alle Menschen die sich mit dem Standard nicht zufriedengeben als Snobs und Spinner abzustempeln.
Dieses Phänomen kann man in allen Bereichen des täglichen Lebens beobachten,mit Auswüchsen in der Hifi und DIY Szene. Wenn man so in deutschen Hifi Foren blättert gewinnt man den Eindruck, das die Verwendung von hochwertigen Netztransformatoren ,Siebdrosseln und Ausgangsübertragern den Tatbestand eines Sakrilegs erfüllt.

Alle Geräte müssen ihrer Weltanschauung entsprechen. Es werden immer wieder die gleichen Konzepte als "heilbringend" verkauft. ECC83, 6SN7, EL34, 300B RC Siebung, RC Kopplung und dazu ein Ringkern Netztransformator in der Größe eines Marmeladenglas. Das sind Konzepte wie sie jeder bauen kann, der einen Lötkolben bedienen kann. Und dementsprechend klingt das Ganze auch.Versteht mich nicht falsch, jeder soll nach seinem Budget glücklich werden. Es muss aber auch akzeptiert werden, das es noch eine andere Welt- Anschauung gibt. Wer ein hochwertiges Konzept wie eine  LCR Phono oder  Endstufe ohne Mainstreamröhren in einschlägigen Foren vorstellt, kann sich Hohn und Spott gewiss sein. Es wird nichts akzeptiert das über den eigenen Tellerrand hinaus geht. Dies ist ein Phänomen das eigentlich nur in Deuschland und insbesondere Österreich anzutreffen ist. In Foren der USA und des asiatischen Raum wird ernsthaft über die Konzepte diskutiert und konstruktive Leistungen anerkannt.

Was ist denn der Sinn von DIY, nur Geld zu sparen oder sich Träume zu erfüllen die man käuflich nicht erwerben kann. Natürlich kann man sich auch auf dem Gebrauchtmarkt bedienen und die Geräte modifizieren.
Nur sind diesen Modifikationen durch Gehäusegröße und Aufbau immer Grenzen gesetzt. Ich kenne viele Audiophile die sich in regelmäßigen Abständen neue Geräte zulegen. Sie sind immer auf der Suche weil sie sich der Limitierungen bewusst sind. Eine tiefe Zufriedenheit mit dem Erreichten wird nie Entstehen.
Dazu tragen die Hifi Magazine und Händler ihren Teil bei. Es werden Geräte verkauft und keine Konzepte und Visionen.

Oben genannte Besserwisser haben zudem eine zweite, typische deutsche Eigenart. Sie sammeln zweit und drittklassige Geräte.Je mehr im Rack steht desto besser. Es gibt Leute die besitzen 4 Laufwerke, 8 Tonarme,  3 Vorstufen, 4 Phonovorstufen und 4 Endstufen. Ist es vielleicht nicht besser das sauer ersparte in ein hochwertiges Gerät zu investieren anstatt in 4 mittelmäßige. Zum Teufel, wofür braucht man 4 Plattenspieler? Man wird sowieso immer nur den besten spielen. Zwei Tonabnehmer sind ebenfalls genug einer für Stereo und einer für Monoplatten.Und gerade diese Zeitgenossen greifen Leute an, die sich ohne ein Limit zu setzen ihre ureigenen Vorstellungen umsetzen.

Was man ebenfalls beobachten ist, die Tatsache das viel häufiger über Netz bzw. Signalkabeln diskutiert wird als über ein vernüftiges Verstärker bzw. Netzteil Design. Ich will nicht absprechen das diese Maßnahmen einen Einfluss haben. Es nützt aber nichts mittelmäßigen  Designs mit drittklassigen  Netzteilen durch Kabel und audiophile Sicherungen Leben einzuhauchen.

Meine Feststellung ist je besser die Komponenten desto weniger Einfluss haben entsprechende Tuningmaßnahmen. Es ist allemal besser das Geld in einen besseren Netztrafo zu investieren als in Kabel und Sicherungen. Eine Silberinnenverkabelung oder Teflonkondensator kann das Potenzial nur ausspielen wenn alle "Hausaufgaben" vorher gemacht wurden.

Also leben und leben lassen ist die Devise

Die Suche nach dem perfekten Audio- Steckverbinder

Als "Evergreen" der DIY Foren stellen sich die Diskussionen zwischen Audio- Steckverbindern dar.
Aber leider hat man bei Fertiggeräten keine große Auswahl, man ist quasi dazu verdonnert RCA und XLR Steckverbinder zu verwenden.
In den 90er Jahren waren Clearaudio und WBT RCA´s angesagt, Niemand zweifelte an deren überlegener Qualität, ja bis ein australischer Hersteller namens Eichmann die Hifi Welt mit seinem Plastikteil namens Bullet- Plug in eine tiefe Krise stürzte. Dieser Stecker war eine klangliche Offenbarung im Vergleich zu den 50 Gramm Chinchsteckern vergangener Tage.Manche waren danach unverkäuflich und verschwanden vom Markt. Im Gegensatz zur Klangqualität stand die katastrophalen mechanischen Eigenschaften des Bullet Plug. Die Vergoldung am Massepin ist nach 50 maligem Umstöpseln dahin. Abhilfe schaffte die Einführung des Silver Bullet der durch den Aufbau in Massiv- Silber diese Probleme nicht kennt.
Allerdings was nützt es einen massearmen Stecker an einer massereichen Buchse zu verwenden? Abhilfe schaffte die Einführung der WBT Nextgen Linie die einen genau aufeinander abgestimmten Stecker und die entsprechende Buchse im Programm haben.
Allerdings erreicht der Stecker nicht im entferntesten die Qualität eines Silver Bullet Plug. Wie sich herausstellt ist die Metallhülse dafür verantwortlich. Eine Kombination von Bullet Plug Stecker und WBT Buchse ist ein noch größerer Albtraum, da der Stecker gedreht werden muss, bis der Massekontakt genau auf dem der Buchse sitzt.

Kurz gesagt: Es passt hinten und vorne nicht!!

Für das Linestage Projekt bin Ich deshalb auf die Suche nach dem perfekten "massearmen" Stecker gegangen. Nach langen Recherchen bin Ich auf Redel gestoßen, den Allen Wright von Vacuumstate bei seinen Geräten einsetzt. Da Ich damals sein Supercablecookbook  gelesen habe wusste Ich über die Qualitäten eines Lemo Steckers bescheid. Und der Redel ist nun mal die von Lemo gefertigte Kunststoffvariante des Edelsteckers aus der Schweiz.

Mechanisch und elektrisch sind diese Stecker jeden RCA und XLR Stecker turmhoch überlegen. Das Handling und die Verarbeitungsqualität sind ein Traum. Mit ca 7 Euro pro Stück,der Preis ebenso. Zuerst habe Ich die Stecker am Tonarmkabel ausprobiert und es klang viel besser als mit WBT Nextgen.
Nach Umrüstung der gesamten Anlage auf Redel werde Ich nie mehr einen Chinch Stecker verwenden.
Das Handling macht richtig Spass! Ja das ist eben der Vorteil von Selbstbau, man kann tun und lassen was man will und braucht sich nicht festzulegen.

Ein Stammtisch- Mitglied der bei einem großen Steckverbinderhersteller tätig war, schätzt die Herstellungskosten des Kupfer- Bullet- Plug auf 70 Cent. Soviel zur Preiswürdigkeit von audiophilen Steckverbindern.

Wie hat Steve Eddy in Diyaudio so zutreffend geschrieben: Redel rules!



DIY Widerstand

Über den Klangunterschied bei Kondensatoren herrscht Einigkeit in der DIY Gemeinde. Bei Widerständen wird oft konstatiert das die Unterschiede gering sind und den Mehraufwand nicht lohnen.
Abhängig davon an welcher Stelle der Widerstand in der Schaltung eingesetzt wird ergeben sich mal größere mal kleiner Unterschiede.

Meine ersten Erfahrungen mit Widerständen machte Ich in I/V Strom- Spannungswandlung meines NOS Wandler. An dieser Stelle gab es riesige Klangunterschiede die aber immer im Zusammenhang mit dem Ausgangs- Koppelkondensator zu sehen sind.

Nach unzähligen (Fehl)versuchen stellte sich die Kombination aus Shinkoh Tantalfilmwiderstand und Vcap bzw. Mundorf Silber als die beste Kombination heraus.

Angetrieben durch diese Erfahrung wurden alle Geräte (Prepre, Phonostage, ) auf Shinkoh Tantalwiderstände umgerüstet. Ein fataler Irrtum wie sich später herausstellte.

Nach Fertigstellung der DHT Linestage kamen mir Zweifel ob der Shinkoh Widerstand wirklich wie behauptet, das "Maß aller Dinge" ist. Durch einen Artikel aud der DHT-Rob Webseite beschloss Ich selbst Hand anzulegen und meine eigenen Widerstände aufzubauen.

Ich besorgte Buchen- Rundholz mit einem Durchmesser von 20 bzw 10mm. In Ebay besorgte Ich mir Manganin- Widerstandsdraht eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Mangan mit einem Widerstand von 332,7 Ohm pro Meter. Das sind für einen Kathodenwiderstand von 1.5K Ohm immerhin 4,5 Meter.
Die Rundhölzer wurden auf eine Länge von 3cm zugeschnitten. Und an den Enden mit vertikalen Bohrungen versehen.Durch diese werden 0.8mm Silberdrähte gesteckt und als Schlaufe verlötet.An einem Draht wird nun direkt ab Bauteilkörper der Widerstandsdraht angelötet.Dann wird die Länge des Drahtes exakt ausgemessen und das andere Endes am anderen Anschlussdraht verlötet. Jetzt wird gemessen ob der Widerstandswert den Vorgaben entspricht.Ist dies der Fall werden beide Drähte eng (Bifilar) gewickelt. Dies ist notwendig um die Induktivität des Widerstands so gering wie möglich zu halten.Wenn alles gewickelt ist wird die Endschlaufe mit einem Tropfen Heißkleber fixiert.
Die gewickelten Rohlinge werden dann noch in im Wasserbad erhitztes Bienenwachs getaucht, um die Drähte zu fixieren und die mechanischen Eigenschaften zu verbessern.

Was diese Widerstände klanglich in der DHT Linestage und Phonostage vollbringen, ist weit entfernt von der Performance sogenannter High End Widerstände . Der Klang ist super aufgelöst und hat keinerlei Schärfe mehr die anscheinend durch die Widerstände induziert wurden. In der Phonostage macht das bei 6 zu tauschenden Kathodenwiderständen eine 2- Klassen Unterschied aus.
Experimente für die Emitterwiderstände im Prepre und der I/V Widerstand des DAC werden folgen.

Hier noch ein Bild im eingebauten Zustand in der DHT Linestage

Happy DIY :-)

TQWT für Philips 9710

Die Suche nach einem geeigneten Lautsprecher für Single Ended Trioden kann zu einer frustrierenden Erfahrung werden. Alle Konzepte die wir gehört haben hatten inakzeptable Einschränkungen, die einem die Entscheidung nicht leicht machen. Oft werden die Lautsprecher auch noch  an ungeeigneten Verstärkern und Ketten betrieben, die das Potenzial der Lautsprecher nur schwer erahnen lassen und die Entscheidung nicht leichter macht.

Gehört wurden:
Kugelwellenhörner, Exponentialhörner, Open Baffle, Backloaded Hörner, Bassreflexkonstruktionen, Mehwege, Breitbänder usw.



Die Einschränkungen der Konstrukte betrifft alle Frequenzbereiche.

Viele Chassis glänzen mit einem geeigneten Wirkungsgrad, der aber zum Bassbereich hin immer schlechter wird.
Bei anderen ist die Membranfläche so groß das der Mitteltonbereich verfärbt und aufgebläht wird. In die Endauswahl kamen Chassis von Fertin und PHY HP.Diese Chassis haben noch den weiteren Vorteil, das sie ohne Korrekturglieder auskommen. Dies war für mich schon von Anfang an ein K.O  Kriterium. Beide Chassis werden vorzugsweise in Open Baffle betrieben. Nach der ernüchternden Vorführung eines Fertin Breitbänders an einer Kette für mehrere 100.000€ meldeten sich erste Zweifel an ob unser Vorhaben scheitern würde.

Zusammengefasst lässt sich sagen das viele Lautsprecher bei Jazz und Pop noch einigermaßen zu Überzeugen wussten, bei klassischer Musik jedoch komplett versagten. Hier werden die Verfärbungen wie mit einer Lupe verstärkt.

Viele Konstruktionen benötigen einen zusätzlichen Subwoofer zur Unterstützung des Bassbereich, Der Bass dieser Setups hing aber den anderen Frequenzbereichen hinterher.

Dann kam ein Tip unseres Hifi-Stammtischbruders Norbert sich doch einmal den 9710 eines Bekannten anzuhören. Ich war skeptisch weil "ein Chassis für 100 Euro ja eigentlich nicht klingen kann".
Beim  Besuch bei Bernhard wusste ich allerdings schon beim ersten Stück von Jacintha, das hier ein gewaltiges Potenzial schlummert. Dieser Lautsprecher spielt so selbstverständlich und frei, das es einem die Sprache verschlägt. Betrieben wurde er in einer Mischung aus "abstimmbaren Bassrefexkonstruktion und "Open Baffle" mit einer Klappe auf der Rückseite betrieben.Unterstützt wurde das ganze durch einen aktiven Subwoofer der nur minimal "hinterher hinkt".

Euphorisiert durch die Eindrücke ging es nun darum eine Konstruktion zu erarbeiten die ohne Subwoofer
auskommt.Nach durchsuchen des www. stößt man entweder auf Open Baffle Konstruktionen, Reso Gehäuse oder TQWT`s. Letzter passt zum QTS von 0,5 am besten.

Ein TQWT sheet zur Berechnung des Gehäuses findet man unter http://fullrangedriver.com/singledriver/software.html

Die Proportionen der Materialien wurde von der Webseite VT4C.com übernommen.Chung hat hier eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert. Ergänzt wurde die Konstruktion durch eine Scheibe von 45cm Durchmesser die ein mechanisches Filter darstellt das der Frequenzgang-Überhöhung des Chassis im Mitteltonbereich entgegenwirkt. Eine Idee unseres Hifi-Stammtischkollegen Bernhard Pfeiffer

Gefertigt wurde das Gehäuse aus 20mm / 30mm und 40mm Birken-Multiplex.

Die Dämmung im Innern des Gehäuses besteht aus reine Schafwolle und Teppichstreifen. Hier muß jeder selbst sein Setup finden, das zu seinen Hörgewohnheiten passt.

Der erste Hörtest wurde mit dem Aurex Single Ended EL84 Vertärker (250 Euro) durchgeführt.Diese Kombination spielte besser als viele Mega $ Anlagen die Ich im Laufe meines Lebens gehört habe. Wenn man von Baukosten von ca. 1100 Euro incl. Chassis für den Lautsprecher ausgeht, so muss man sich allen ernstes fragen warum es die Audio Industrie nicht schafft solche grandiosen Chassis für vertretbare Preise auf die Beine zu stellen.

In der folgenden Woche habe  Ich ein Leih-gerät von Thomas Mayer in München abgeholt. Eine Single Ended Stereoendstufe mit separatem Netzteil und 801a Endröhren/ 6N7 Treiberröhren. Dieser Vertärker relativierte alles zuvor gehörte. Das ist eine eigene Liga, da kommt auch die Kombination von Kondo und Fertin nicht ran.
Ich habe unserem Lautsprecher diese Basswiedergabe nicht zugetraut, es ergibt sich ein Klang der von den Höhen bis in den Bassbereich absolut sauber und transparent spielt. Eine absolute Traumkombination!!
Schweren Herzens habe Ich den Verstärker nach einer Woche wieder nach München zurückgebracht :-(
Aber selbst mein Jadis Orchestra Vollverstärker spielt nach Umrüstung auf EL34 in Pseudotriode sehr gut.

Hier noch ein paar Bilder des Lautsprechers:






Donnerstag, 10. März 2011

Traum-Röhren für die DHT Linestage

Hallo,

Ich möchte an dieser Stelle ein paar Röhren vorstellen die "noch" für überschaubare Beträge erhältlich sind und in der DHT Linestage mit ihren Qualitäten brillieren.





Ken Rad Typ 26 ST Shape aus den 1940er Jahren.



Arcturus 126 Blue Globe Shape aus den 1920er Jahren





RCA VT-62/ 801a ST Shape aus den 1940er Jahren




Hytron VT-62/801a ST Shape aus den 50er Jahren




Taylor VT-62/801a ST Shape Withe Ceramic Base von 1940




Taylor VT-62/801 ST Shape Graphite Plate aus den 1940er Jahren




RCA VT-62/801 ST Shape White Ceramic Base Graphite Plate aus den 1930er Jahren